User Menu
Intern
Chronik

   

92 Jahre Freiwillige Feuerwehr Spohle

 

1922

022
 

  

Am 04. März traten 43 Männer aus Conneforde und Spohle zusammen und beschlosssen im damaligen Hemmens Gasthof  ( heute: Spohler Krug) einstimmig die Gründung der Spohler Feuerwehr. Fünfunddreißig der 43 Anwesenden traten der neuen Einheit sofort bei und wählten Emil Gerdes zum Feuerwehrhauptmann.

Bei der Gemeinde wurde ein Antrag für die Anschaffung einer Feuerspritze  (Handdruck -spritze) mit Zubehör , für den Bau eines Spritzenhauses und für die Beschaffung von 50 Anzügen gestellt . Die Feuerspritze (65.000,- Mark) und das Spritzenhaus (200.000,- Mark) wurden vom Gemeinderat bewilligt. Als Baugrund für das Feuerwehrgebäude wurde das Gemeindegrundstück bei G. Frerichs ausgesucht. Das Anfahren von Baumaterial und die Erdarbeiten übernahmen die Feuerwehrkameraden ehrenamtlich. Es gelang, das Haus bis zu Oktober desselben Jahres fertig zustellen . Am 04. November wurde das Gebäude feierlich eingeweiht und der prächtige Schlauchturm prägte von nun an das Spohler Ortsbild.

Bei Einsätzen und Spritzenübungen wurde durch Feuerhorn alarmiert. Besonders schnelle Kameraden, die an der Einsatzstelle antrafen, belohnte man mit Geldprämien in Höhe von     25 RM .

    

1928 - 1929

 024

Als am 28. Februar 1928 eine Generalversammlung stattfand, zählte die Einheit bereits 53 Mitglieder. Im Anschluss  an diese Versammlung fand eine vertrauliche Besprechung statt,in der man überlegte, innerhalb der Landgemeinde eine Motorspritze anzuschaffen. Bis zur Umsetzung vergingen jedoch noch einige Jahre.

Am 12. Mai fanden sich alle Wehren mit den Vertretern der Gemeinde zu einer Beratung im Torhegenhaus zusammen. Auf der Tagesordnung stand die Motorisierung der Feuerwehr .

Obwohl  in der Gemeinde zwei Motorspritzen angeschafft wurden , bekam Spohle keine davon.

Im Jahre 1929 wurde ein Minimax -Stoßtrupp gebildet , der aus 11 Kameraden ( alle Minimax Besitzer) bestand.

Die ersten Spohler Kameraden nahmen in dieser Zeit auch an Lehrgängen in Loy teil.

1930 - 1936

 

In den Morgenstunden des 28. November 1931  brannte die Sägerei Logemann in Altjührden .

Bei diesem Schadenfeuer zeigte sich, dass die Handdruckspritze nicht mehr ausreichend war. Kurz darauf , am 23. Januar 1932 ,beschloss der Gemeinderat die Anschaffung von Motorspritzen.

Auch wurde in dieser Zeit vermehrt auf den schlechten Zustand des Schlauchmaterials hingewiesen.

Im Jahre 1933 wurde eine Motorspritze von Magirus und ein Hansa 8 Zylinder Gerätewagen angeschafft. Am 19. März 1933 fand die erste Spritzenprobe statt und am 16. Juli 1933 folgte die Vorführung des Gerätewagens.

Mitte der Dreißigerjahre fanden viele Fußdienstübungen statt. In dieser Zeit wurde die Feuerwehr zur Feuerlöschpolizei umbenannt.

1937 - 1945

 025

  

Im Herbst 1939 kam es in Spohle zu einem Großfeuer: Die Scheune von Wilhelm Gerdes brannte lichterloh. Obwohl die Spohler Wehr sehr schnell am Einsatzort eintraf, waren sie machtlos gegen die schnell um sich greifenden Flammen. Zügig wurden umliegende Einheiten zur Hilfe gerufen und Kameraden aus Bramloge, Obenstrohe, Varel und Wiefelstede trafen wenig später an der Einsatzstelle ein. Es gelang den Kräften das Wohnhaus zu retten , doch 100 Zentner Getreide ,100 Fuder Heu ,70 Fuder Kartoffeln und landwirtschaftliche Geräte  wurden Opfer der Flammen.

Wenige Zeit später begann der Zweite Weltkrieg . Mit Beginn des Krieges wurde die Alarmierung auf Sirenen umgestellt.

Viele Feuerwehrangehörige wurden zum Wehrdienst eingezogen und so übernahmen vermehrt ältere Kameraden den Feuerwehrdienst . Die Spohler Ortswehr übernahm in dieser Zeit den Feuerschutz der eigenen Gemeinde (Varel – Land) , während die Einheiten Obenstrohe und Borgstede auch überörtliche Einsätze übernehmen mussten.

1942 wurde ein neues Löschfahrzeug vom Typ Mercedes mit Tragkraftspritzenanhänger, einschließlich einer neuen Tragkraftspritze (TS 8) angeschafft. Als dieses bei Kriegsende gestohlen wird , beschaffte man wenige Wochen später ein Fahrzeug gleichen Typs.

1945 - 1959

 

Nach dem Ende des Krieges entwickelte sich die Wehr wieder langsam. Neue Mitglieder traten ein und ein geregelter Feuerwehrdienst konnte nun wieder durchgeführt werden.

Im Jahre 1953 verstarb der Brandmeister und das Gründungsmitglied Emil Gerdes. Er war 31 Dienstjahre bei der Spohler Feuerwehr aktiv. An seine Stelle trat Brandmeister Richard Brunken, der sich in dieser Zeit insbesondere um junge Nachwuchskräfte bemühte.

Neben Übungen standen in diesen Jahren auch technische Verbesserungen im Vordergrund.

So schaffte die Gemeinde zunächst Vorbaupumpen an und im Jahre 1958 bekamen die Spohler schließlich eine neue Tragkraftspritze (TS 8). 

  

1960 - 1979

 

  

Das alte Löschfahrzeug wurde 1964 durch ein neues LF 8 vom Typ Magirus (Löschfahrzeug mit eingebauter Vorbaupumpe) ersetzt. Die Tragkraftspritze konnte auf dem Fahrzeug verstaut werden, so dass auch der Anhänger überflüssig wurde.

Ein Jahr später trat der Ortsbrandmeister Richard Brunken aus Altersgründen zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Heinrich Borchers gewählt.

Im gleichen Jahr schaffte man einen Pulverlöschanhänger ( P 250 ) an.

Im Jahre 1966 fand der Kreisfeuerwehrtag in Spohle statt und es gelang der Einheit den 1. Platz bei einem Wettkampf zu belegen. Dadurch qualifizierten sich die Spohler für den Bezirkswettkampf in Oldenburg, aus dem sie ebenfalls als Sieger hervorgingen. Es folgten Wettkämpfe in Lemwerder( 1969) und Vechta( 1972) , bei denen Spohle auch jeweils den 1. Platz belegen konnte.

Ein Jahr später wurde das Gerätehaus in Obenstrohe eingeweiht. Die dort eingebaute Schlauchwaschanlage war für die Schlauchpflege von besonderem Vorteil und wurde in dieser Zeit von der Einheit selbst vorgenommen.

1968 folgten weitere wichtige Anschaffungen, wie die Ausrüstung mit schwerem Atemschutz und Funk, sowie synthetischen Schläuchen. Letztere erwiesen sich als besonders sicher und zeigten nur geringe Reibungsverluste. Auch wurden erstmals Motorsägen angeschafft.

Durch die Gebietsreform im Jahre 1972 wurde Spohle der Gemeinde Wiefelstede zugeteilt.

Somit musste auch der Funk auf die Zentrale in Elmendorf ausgerichtet werden, die nun auch für die zentrale Alarmierung zuständig war.

Im Jahre 1976 zieht die Feuerwehr in ein neues Gerätehaus, der ehemaligen Dorfschule um.

Das alte Spritzenhaus wurde später abgerissen.

1980 - 1993

 

´

Anfang der achtziger Jahre schaffte man eine Rettungsschere an und der Pulverlöschanhänger wurde zu einem Tanklöschanhänger umgebaut. Im Jahre 1983 baute man den noch fehlenden Gemeinschaftsraum.

Am 24.02.1986 hatte die Einheit einen ihrer größten Einsätze: Ein technischer Defekt löste im Spohler Krug einen Großbrand aus. Auf Grund der sehr kalten Außentemperatur (-17 Grad) gefror das Löschwasser und erschwerte die Arbeit der Einsatzkräfte erheblich.

Ein neues Fahrzeug erhielt die Wehr am 28.11.1986. Dabei handelte es sich um ein LF 8 von MAN mit Ziegler – Aufbau und Allradantrieb, das auch heute noch im Einsatz steht.

Am 08. Juli 1990 veranstaltete die Spohler Feuerwehr einen Tag der offenen Tür. Die Veranstaltung verlief in dem neu renovierten Gerätehaus sehr erfolgreich und wurde in den darauf folgenden Jahren in Zusammenarbeit mit ansässigen Vereinen mehrmals wiederholt.

Der nächste große Einsatz folgte in den frühen Morgenstunden des 08. Dezember 1991:

Erneut brannte der Spohler Krug in voller Ausdehnung. Trotz der zahlreichen Einsatzkräfte konnte der große Saal nicht gerettet werden. Glücklicherweise kamen auch dieses Mal keine Menschen zu Schaden.

Auf der Jahreshauptversammlung am 31.03.1992 beendete Heinrich Borchers seine Tätigkeit als Ortsbrandmeister nach 27 Jahren. Zu seinem Nachfolger bestimmte die Einheit Johann Klarmann.

Im Jahre 1992 erwarb die Spohler Feuerwehr einen VW- Transporter und baute ihn in eigener Regie zum Mannschaftswagen um. Da dieser nicht in das Gerätehaus passte, musste man eine Garage errichten, an der man auch ein Buswartehäuschen für Schulkinder angliederte.

Im Jahre 1997 zählte die Spohler Feuerwehr 33 Aktive und vier Alterskameraden.  

1993 - 2000

 Sample Image

Am 07. Juli 1993 nahm Ortsbrandmeister Johann Klarmann im Spohler Krug drei Ehrungen vor. Heinrich Borchers, der über 25 Jahre als Ortsbrandmeister tätig war, wurde zum Ehrenortsbrandmeister ernannt. Des Weiteren wurde Gemeindebrandmeister Reinhard Brunken für weitere Jahre im Amt bestätigt und Enno Brunken erhielt  für 40-jährige Dienstzeit Urkunde und das Niedersächsische Ehrenzeichen.

Ebenfalls 40 Jahre in der Feuerwehr war auch Fritz Gerdes, der am 7. Februar 1995 ausgezeichnet wurde.

Wie auch schon in der Vergangenheit, nahm Spohle auch in diesen Jahren erfolgreich an Wettkämpfen teil. Am 27. Mai 1995 fand in Gristede ein Freundschaftswettkampf  statt, bei dem die Spohler Einheit den 1. Platz belegen konnte.

Am 21. September 1995 wurde die Einheit zu einem Heubrand bei Frerichs gerufen. Da sich die Heuballen im Freien befanden, konnten sie schnell abgelöscht werden und richteten keinen weiteren Schaden an.

Bei der Weihnachtsfeier im Jahre 1995 wurden Gerd Hassmann und Dirk Eilers für 25 Jahre Dienst ausgezeichnet. Bei den Ehrungen langjähriger Mitglieder zeigte sich immer auch das gute Miteinander der Kameraden untereinander.

Am 08.03.1997 feierte die Spohler Einheit ihr 75-jähriges Jubiläum. Die Festveranstaltung zog über 500 Bürgerinnen und Bürger des Ortes, sowie der nahen Umgebung an. Ehrenortsbrandmeister Heinrich Borchers stellte bei dieser Gelegenheit seine Chronik über die Spohler Feuerwehr vor und führte eindrucksvoll durch die vergangenen Jahre.

Bei einem Kreisfeuerwehrtag 1997 mit Freundschaftswettkampf in Augustfehn belegte die Einheit mit der Wettbewerbsgruppe LF den 1. Platz und qualifizierte sich damit für den

Bezirksentscheid 1998 in Harpstedt. Leider fehlte den Spohlern bei diesem Wettkampf auf Bezirksebene das letzte Quäntchen Glück, sodass der erreichte 7.  Platz  leider nicht für die Qualifizierung für den Landesentscheid ausreichte.

Im September 1997 fand ebenfalls ein Wettkampf im Bleckede (Landkreis Lüneburg) statt, bei dem die Spohler gegen 30 Mannschaften aus ganz Niedersachsen antreten mussten.

Bei äußerlich guten Bedingungen belegte die Einheit den 24. Platz.   

Am 14. Oktober 1997 wurden die Kameraden zu einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung gerufen, da die Amtsperiode des Ortsbrandmeisters ablief. Dabei wurde Johann Klarmann für weitere sechs Jahre in seinem Amt bestätigt. Auch er hielt sich, wie die anderen Kameraden, durch ständige Aus- und Fortbildung auf dem neusten Stand und besuchte  darauf folgend die Lehrgänge „Zugführer 1 und 2" und „Leitung einer Feuerwehr" bei der Niedersächsischen Feuerwehrschule in Loy.

Zur besseren Alarmierung  wurden 1998 10 Mitglieder der Einheit mit Meldeempfängern ausgestattet.

Am 01.01.1999 wurden zwei neue Dienstgrade in der Feuerwehr eingeführt:

Für Führungskräfte mit dem Dienstgrad Hauptfeuerwehrmann war es nun möglich, zum

1. Hauptfeuerwehrmann befördert zu werden und Hauptlöschmeister mit einer Funktion als stellv. Ortsbrandmeister einer Ortsfeuerwehr mit Grundausstattung konnten zu

1. Hauptlöschmeis­tern befördert werden.

Aufgrund dieser neuen Dienstgradregelung wurde der stv. OrtsBM Harald Müller auf der Jahreshauptversammlung am 09.02.1999 zum 1. Hauptlöschmeister befördert.

Des Weiteren wurden Manfred Bruns zum Feuerwehrmann, Thorsten Bruns und Manfred Laabs zu Oberfeuerwehrmännern, Jürgen Scheel zum Löschmeister und Horst Osterloh zum Oberlöschmeister befördert.

Einen Großbrand hatte die Einheit am 27.08.1999 zu bewältigen: Trotz des schnellen Eingreifens und Unterstützung von Nachbarwehren brannte das Möbellager und das Reisebüro Schmidt nieder. Auch ein dort abgestellter Bus wurde Opfer der Flammen.

Glücklicherweise konnte aber  ein Übergreifen der Flammen auf das Feuerwehrhaus verhindert werden.

In diesen Jahren begannen erste Überlegungen, das Feuerwehrhaus umzubauen und zu modernisieren.

Das Jahr 1999 endete mit einem Bereitschaftsdienst am Silvesterabend. Auf Grund der Jahrtausendwende rechnete man mit einem erhöhten Gefahrenpotential, das sich in der Nacht aber nicht bestätigte.

2000 - 2007

 

Das neue Jahrtausend begann im Januar mit zwei Ehrungen:

Heinrich Borchers und Johann Haßmann  wurden für jeweils 50 Jahre Feuerwehrdienst ausgezeichnet .Im Juni folgte Wilhelm Rengstorf und im Dezember Heino Bülter mit jeweils 25 Jahre Einsatzdienst.

Auf der Jahreshauptversammlung wurde Harald Müller als stellv. Ortsbrandmeister  einstimmig wieder gewählt.

 

Im Jahr 2000 zählt die Einheit 32 aktive Feuerwehrkameraden und 6 Alterskameraden.

 

Am 23.09.2000 wurden das neue Feuerwehrhaus und das nebenstehende Mehrzweckgebäude eingeweiht und am 3. Oktober mit einem Tag der offenen Tür der Bevölkerung vorgestellt.

 

Wie jedes Jahr fand das traditionelle Drei-Wehren-Treffen mit den befreundeten Feuerwehreinheiten Borgstede und Obenstrohe statt. Spohle war in diesem Jahr Gast in Borgstede-Winkelsheide.

 

Im Jahr 2002 legte Enno Brunken nach 36 Jahren das Amt des Kassenwartes nieder und wurde für die lange Dienstzeit mit einem großen Präsentkorb geehrt.

Zu seinem Nachfolger wurde Gerold Büntemeyer bestimmt, der die vorbildlich geführte Kasse übernahm.

 

Am 02. Januar wurde die Einheit zu einem Ofenbrand in einem Wochenendhaus auf  dem Campingplatz in Conneforde gerufen. Mit einem Gabelstaplerbrand bei der Genossenschaft und einem Scheunenbrand in Lehe wurde die Liste der Brandeinsätze 2002 fortgeführt.

Genau 40 Jahre nach der Sturmflut von 1962  waren im August acht Spohler Kameraden zusammen mit weiteren Ammerländer Feuerwehren zum Hochwassereinsatz an der Elbe, obwohl Spohle in dieser Zeit nicht der Kreisfeuerwehrbereitschaft angehörte.

Bei dem Bezirksentscheid in Tannenhausen schaffte es die Spohler Feuerwehr, den 2.Platz in der Gruppe LF zu belegen und sich damit für den Landesentscheid 2003 in Harpstedt zu qualifizieren.

 

In diesem Jahr trat in Spohle die erste Feuerwehrfrau, Silke Klostermann, ein.

Wie in vielen anderen Wehren konnte auch die Spohler Einheit gute Erfahrungen mit Frauen in der Feuerwehr sammeln und anfängliche Vorurteile schnell abbauen.

 

Im Jahre 2003 fand eine Mitgliederversammlung zur Wahl des neuen Ortsbrandmeisters statt, da Johann Klarmann das Amt des Gemeindebrandmeisters übernahm.

Sein bisheriger Stellvertreter Harald Müller wurde sein Nachfolger und Torsten Bruns wurde als stellvertretender Ortsbrandmeister gewählt.

 

Sehr erfolgreich verlief der Kreisentscheid, bei dem die Einheit den 1. Platz belegen konnte.

Dadurch qualifizierten sie sich für den Bezirksentscheid 2004 in Ohne, im Landkreis Nordhorn. Beim Landesentscheid in Harpstedt belegte man den 22. Platz.

 

Auch 2003 gab es wieder zahlreiche Ehrungen:

Enno Brunken konnte auf 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr zurückblicken, Gerold Hülsebusch und Edo Frerichs auf jeweils 40 Jahre.

Ortsbrandmeister Harald Müller wurde für 25-jährige Dienstzeit geehrt.

 

Im darauf folgenden Jahr zählte die Einheit 15 Einsätze. Am 26.01.2004 brannte in Herrenhausen ein Trecker und am 26. Juli ein Hähnchenstall in Garnholt, zu dem die Spohler zur Unterstützung anrücken mussten.

Auch wurde die Feuerwehr Spohle im Jahr 2004 wieder der Kreisfeuerwehrbereitschaft angegliedert. Durch eine Umstrukturierungsmaßnahme wurde die Einheit dem 4. Zug mit Schwerpunkt „Logistik und Verpflegung“ zugeordnet.

 

Beim Bezirkswettkampf  2004 in Ohne belegten die Spohler den 9. Platz.

 

Kamerad Jürgen Scheel leitet seit 2005  den 4. Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft als Zugführer.

 

Ein arbeitsreiches Jahr wurde für die Spohler Wehr das Jahr 2006. Ganze 5753 Gesamtstunden für Einsätze konnten verbucht werden. Der schwerste und zeitaufwendigste Einsatz war ein Großbrand in einer ehemaligen Vergnügungsstätte in Wapeldorf.

Im Rahmen der Kreisfeuerwehrbereitschaft nahmen 6 Kameraden am Elbe-Hochwassereinsatz teil, der 3 Tage andauerte.

Die Einheit zählt in dieser Zeit 28 aktive Mitglieder und 5 Alterskameraden.

 

Bei dem Gemeindewettkampf gelang es den Gastgebern mit einer Gruppe den 2. Platz und mit der zweiten Gruppe den 6. Platz zu  belegen.

Der Regionalentscheid (früher Bezirkswettkampf) in Bad Bentheim endete mit dem 9. Platz für die Einheit Spohle.

 

Jedes Jahr nehmen zahlreiche Mitglieder der Einheit an Übungen und Fortbildungen teil, um sich in Sachen Technik und Einsatztaktik auf dem Laufenden zu halten.

Ein besonderes Highlight war im Jahr 2006 eine Übung bei Mercedes-Benz in Bremen, bei der an neuen Fahrzeugen mit Schere und Spreizer gearbeitet werden konnte.

Im Jahre 2007 qualifizierte sich die Einheit Spohle für den 2008 in Bockhorn (Landkreis Friesland) stattfindenden Regionalentscheid.

 

 

2008 - 2011

 

 

Beim im Jahr 2008 stattgefundenen Regionalentscheid konnte die Einheit Spohle leider nicht teilnehmen, da nunmehr auch in Spohle die Arbeitsmarktsituation beträchtliche Auswirkungen zeigte. Die einst neben dem Feuerwehrdienst bereitwilligen Kameraden haben viel für den Regionalentscheid geübt, konnten jedoch aus beruflichen Gründen in den letzen Wochen vor dem Regionalentscheid leider an den Übungsabenden nicht mehr teilnehmen, so dass sich die Einheit Spohle beim Regionalentscheid schweren Herzens abmelden musste.

 

Trauernd mussten die Kameraden der Einheit Spohle am 18. Januar 2009 von dem Kameraden der Altersabteilung und ehemaligen Gemeindebrandmeister Reinhard Brunken Abschied nehmen.

 

In der am 10. Februar 2009 stattgefundenen Jahreshauptversammlung wurde der Gruppenführer Horst Osterloh für eine weitere Wahlperiode einstimmig wiedergewählt. Als sein Stellvertreter wurde Michael Schulze ebenfalls einstimmig benannt. Außerdem wurden der Ortsbrandmeister Harald Müller und der stellvertretende Ortsbrandmeister Torsten Bruns für eine weitere Wahlperiode wiedergewählt.  Zum Schriftführer und Kassenwart wurde erneut Gerold Büntemeyer bestätigt. Befördert wurden Kevin Klockgether zum Feuerwehrmann, Nils Sander und Timo Vogt zu Oberfeuerwehrmännern, Jörg Janßen zum Hauptfeuerwehrmann, Michael Schulze zum Löschmeister, Gerold Büntemeyer und Christian Rhein zum Oberlöschmeister sowie Torsten Bruns zum Hauptlöschmeister. Gemeindebrandmeister Johann Klarmann berichtete während der Sitzung von 67 Einsätzen im Gemeindegebiet im Jahre 2008. Der Kreisbrandmeister Johann Westendorf teilte den Anwesenden mit, dass die Großleitstelle Oldenburg voraussichtlich in 2011 den Betrieb aufnehmen werde.  Erfreut zeigte dieser sich über den beibehalt der Grenzen des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes.
 
Am  19.04.2009 wurde Kreisbrandmeister Johann Westendorf und stellvertretender Kreisbrandmeister Michel Rohlfs in ihren Ämtern auf der Kreisverbandsversammlung in Edewecht wiedergewählt.
 
Am  16.09.2009 wurden dem Ortsbrandmeister Harald Müller und dessen Stellvertreter Torsten Bruns die Ernennungsurkunden für eine weitere Wahlperiode (01.10.2009 - 30.09.2015) durch Bürgermeister Helmut Völkers überreicht.
 
Seit Jahren werden Blutspendeaktionen in Zusammenarbeit mit dem DRK im Feuerwehrhaus Spohle angeboten. So konnten auch für 2009 wieder drei Termine durchgeführt werden.
 
Am 09.02.2010 fand die Jahreshauptversammlung in der Gastwirtschaft Müller (Spohler Krug) statt.  
 
 
 

2012 - heute

 
 
Am 04.03.2012 können wir auf ein 90 jähriges Bestehen zurückblicken.
 
Viele Gäste waren der Einladung von Ortsbrandmeister Harald Müller am Sonnabend, den 13.10.2012 zur feierlichen Übernahme eines neuen Feuerwehrfahrzeuges ins Feuerwehrhaus Spohle gefolgt. Da der Wettergott nicht mitspielte, fand der Festakt in der festlich geschmückten Fahrzeughalle statt.


Von der Auftragsvergabe bis zur Übernahme verging auf den Tag genau ein Jahr. „Dafür habt ihr jetzt aber auch ein schöneres, größeres und moderneres Fahrzeug als bisher“, so Bürgermeister Helmut Völkers in seiner Ansprache – und das Warten hat sich wirklich gelohnt. Nachdem das alte Fahrzeug mit immerhin 27 Jahren in die Jahre gekommen war, musste ein neues angeschafft werden.

Das neue Gruppenlöschfahrzeug LF 10/6 wiegt fünf Tonnen mehr als das alte und hat die doppelte Menge Wasser, immerhin 1200 Liter, an Bord. Außerdem ist für das Fahrzeug ein komplett neuer Hilfeleistungssatz mit Schere und Spreizer angeschafft worden. Mit diesen Geräten ist die Spohler Feuerwehr für die kommenden Jahre hervorragend ausgestattet. Bürgermeister Völkers erwähnte, dass auch für eine Gemeinde wie Wiefelstede die Kosten von 200 000 Euro kein „Pappenstiel“ seien, aber durch das Feuerwehrersatzbeschaffungskonzept könne man sich Jahre im Voraus darauf einstellen. „Und schließlich ist ja ein Feuerwehrfahrzeug auch das Herz einer Feuerwehr, ohne das keine Feuerwehr arbeiten kann.“

Zum ersten Mal erhielt die Feuerwehr Spohle ein Fahrzeug der Firma Schlingmann, die auch das alte in Zahlung nimmt und an dem sich die Öffentliche Versicherung Oldenburg mit einem Zuschuss von 8000 Euro beteiligt. Für Christian Rhein war es als Feuerwehrsachbearbeiter nach 21 Jahren die letzte Fahrzeugbeschaffung in der Gemeinde Wiefelstede, da er ein anderes Amt übernommen hat. Gemeindebrandmeister Heiko Bruns ließ die Geschichte der Spohler Feuerwehr noch einmal Revue passieren und überreichte im Namen aller Wiefelsteder Feuerwehren ein neues Schlauchwickelgerät, damit in Zukunft auch diese Arbeit erleichtert wird.


Als die Spohler Feuerwehr vor 27 Jahren ihr letztes Fahrzeug erhielt, war es das Neuste auf dem Markt, aber mit dem jetzigen Stand nicht zu vergleichen. „Man staunt doch, wie sich die Technik in den vergangenen Jahren geändert hat“, so Ortsbrandmeister Harald Müller, der sich bei allen Beteiligten bedankte. Ein besonderer Dank ging an die Nachbarn für die Ausschmückung der Halle und die Girlande für das neue Fahrzeug.